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Case Study · JTL-Wawi

Zwei JTL-Wawis verbinden: ein Sortiment, automatisch synchron

Eine Marke, ein Händler, zwei getrennte JTL-Warenwirtschaften: Die Schnittstelle pflegt Artikel automatisch, hält Bestände im 15-Minuten-Takt synchron und erzeugt zu jedem Verkauf Lieferantenbestellung und Gegen-Auftrag, ganz ohne manuelle Schritte.

System
JTL-Wawi
Branche
Fashion- & Streetwear-Handel
Das will ich auch

Die Ausgangslage

Wo es hakte

Zwei Unternehmen, ein gemeinsames Sortiment: Ein Händler wollte die Artikel einer Partner-Marke im eigenen Shop verkaufen, ohne eigenen Bestand vorzuhalten. Die Ware bleibt im Eigentum und in der Bestandsführung der Marke, beide arbeiten aus demselben Lager. Beide Firmen führen aber getrennte JTL-Warenwirtschaften.

Ohne Schnittstelle hieße das: jeden Artikel doppelt anlegen, Bestände von Hand abgleichen und jede Bestellung zweimal erfassen. Das ist fehleranfällig und skaliert nicht. Die kritischste Anforderung: Die Bestände beider Shops dürfen niemals durch Verkäufe auseinanderlaufen. Verkauft der eine Shop ein Teil, muss der andere das innerhalb von Minuten wissen.

Die Lösung

So funktioniert es

Die Lösung ist eine Sync-Schicht zwischen den beiden Warenwirtschaften, aufgebaut nach einem klaren Prinzip: Die Marken-Wawi bleibt der führende Bestands-Master, die Händler-Wawi spiegelt das Sortiment und bestellt dagegen.

Gelesen wird strikt nur lesend per SQL, geschrieben ausschließlich über die JTL-Ameise, also immer durch die offizielle JTL-Geschäftslogik und nie direkt in die Datenbank. Vier Bausteine greifen ineinander: Neue Artikel erscheinen über Nacht automatisch beim Händler (inklusive Texten in zwei Sprachen, Preisen, Größenvarianten und Lieferantendaten), die Bilder folgen automatisch, der verfügbare Bestand wird alle 15 Minuten gespiegelt, und jeder Verkauf erzeugt automatisch die passende Lieferantenbestellung beim Händler plus den Gegen-Auftrag mit Händler-Preisen bei der Marke, der zugleich den Bestand reserviert und als Abrechnungsgrundlage dient.

Besonderes Augenmerk lag auf der Verlässlichkeit: Jeder Lauf ist selbstheilend gebaut: Er prüft vor jedem Schreiben in den Zielsystemen, was schon existiert, kann beliebig oft wiederholt werden und erzeugt nie Duplikate. Nach jedem Import kontrolliert die Schnittstelle, ob die Vorgänge wirklich angekommen sind, statt sich auf Erfolgsmeldungen zu verlassen. Stornos werden überwacht und so lange angemahnt, bis die Nacharbeit erledigt ist. Zugangsdaten liegen verschlüsselt vor, jeder Lauf wird lückenlos protokolliert.

1

Artikel-Sync

Neue Artikel der Marke erscheinen über Nacht in der Händler-Wawi, mit Stammdaten, EAN, Größenvarianten, zweisprachigen Texten und Preisen. Bestehende Artikel werden nie überschrieben.

täglich · eine Richtung

2

Bilder-Sync

Artikelbilder folgen automatisch eine halbe Stunde später. Duplikate entstehen keine, es wird nur Neues ergänzt.

täglich · eine Richtung

3

Bestands-Sync

Der verfügbare Bestand der Marke steht beim Händler als Lieferantenbestand und steuert die Verkaufbarkeit im Shop. Jeder Lauf spiegelt den kompletten Ist-Stand und heilt sich so nach jeder Störung selbst.

alle 15 Minuten

4

Beschaffungs-Sync

Jeder Verkauf erzeugt automatisch die Lieferantenbestellung beim Händler und den Gegen-Auftrag mit Händler-Preisen bei der Marke: Bestandsreservierung und Abrechnungsgrundlage in einem.

alle 15 Minuten · beide Richtungen

Das Ergebnis

Was die Lösung im Alltag bringt

  • Keine doppelte Artikelpflege mehr. Artikel samt Varianten werden automatisch gepflegt
  • Bestände beider Shops laufen maximal 15 Minuten auseinander, statt tageweise oder gar nicht abgeglichen zu werden
  • Null manuelle Schritte pro Auftrag bis zur fertigen Bestellung und Gegenbuchung
  • Der Gegen-Auftrag liefert die Abrechnung zwischen den Firmen gleich mit, inklusive der korrekten Händler-Preise
  • Störungen erzeugen keine Duplikate und keine verlorenen Vorgänge, der nächste Lauf heilt automatisch nach
  • Kein Eingriff in die JTL-Datenbank: geschrieben wird nur über die offizielle JTL-Geschäftslogik

Für dein Unternehmen

Das bekommst du

Diese Lösung richte ich auch in deinem Unternehmen ein: angepasst an deine Abläufe und so dokumentiert, dass dein Team sofort damit arbeiten kann.

Konzept und Angebot nach kostenlosem Vorgespräch. Der Umfang richtet sich nach Systemlandschaft und gewünschten Bausteinen.

  • Analyse und Konzept: Bestands-Master, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten sauber definiert
  • Einrichtung der kompletten Sync-Schicht auf deinem Server, inklusive zeitgesteuerter Ausführung
  • Eingebaute Sicherheitsmechanismen: selbstheilende Läufe, Import-Nachkontrolle, Storno-Überwachung, lückenlose Protokolle
  • Verständliche Dokumentation für Team und Administration, inklusive „Was bedeutet welche Meldung?"
  • Anpassung an deine Systemlandschaft, z. B. andere Takte, Bausteine oder Shop-Plattformen

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Greift die Schnittstelle direkt in die JTL-Datenbank ein?

Nein. Gelesen wird mit einem reinen Lese-Zugang per SQL, geschrieben ausschließlich über die JTL-Ameise, also durch die offizielle JTL-Geschäftslogik mit Preisen, Steuern und Plattform-Sync. Die Datenintegrität beider Warenwirtschaften bleibt vollständig in JTL-Hand.

Was passiert bei Störungen, etwa einem Serverneustart mitten im Lauf?

Nichts Schlimmes: Jeder Lauf prüft vor dem Schreiben, was in den Zielsystemen schon existiert. Er kann beliebig oft wiederholt werden, ohne Duplikate zu erzeugen. Nach einem Teilfehler holt der nächste Lauf automatisch genau das Fehlende nach.

Brauche ich dafür eine bestimmte JTL-Lizenz?

Nur für den vollautomatischen Auftragsimport ist auf einem der Mandanten die JTL-Edition Advance nötig. Alle übrigen Bausteine (Artikel, Bilder, Bestand) sind lizenzunabhängig und funktionieren auch einzeln.

Funktioniert das auch mit anderen Shop-Systemen?

Ja. Die Schnittstelle arbeitet auf Wawi-Ebene: Welche Shops an den beiden Warenwirtschaften hängen (Shopify, WooCommerce, JTL-Shop oder andere), spielt für die Synchronisation keine Rolle.

Müssen beide Warenwirtschaften auf demselben Server laufen?

In diesem Projekt war das so, es ist aber keine Voraussetzung. Ob deine Systemlandschaft passt und welche Bausteine du brauchst, klären wir in einem kurzen, kostenlosen Vorgespräch.

Soll das auch bei dir laufen?

Erzähl mir in zwei Sätzen, wie dein Ablauf heute aussieht. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung, was möglich ist.

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